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Andreas Gerdes

Andreas Gerdes
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Borken, 6. Oktober 2017  

Leben geben, auch im Sterben

17 Pflegekräfte haben eine einjährige Palliative Care-Fortbildung absolviert

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Die Absolventen der Palliative Care-Fortbildung und die verantwortlichen Dozenten,
Andreas Gerdes und Meike Schwermann (rechts)

REKEN "Es gilt nicht dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben", dieses Zitat von Cicely Saunders (1918 - 2005) ist prägend, damals wie heute. Saunders war eine englische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin und gilt als Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Vor knapp einem Jahr sind 17 Pflegekräfte aus der ambulanten Pflege und stationären Pflegeeinrichtungen gestartet, sich für die Versorgung von unheilbar kranken und sterbenden Menschen fortzubilden und zu sensibilisieren. "Die Pflegekräfte gehen in der Palliativpflege eine mitleidenschaftliche Beziehung ein, an dessen Ende der Tod steht", so der Kursleiter Andreas Gerdes. Um für diese Arbeit gut gerüstet zu sein, füllte Gerdes zusammen mit der Diplom-Pflegewissenschaftlerin Meike Schwermann aus Münster und weiteren Dozenten aus Medizin, Pflege, Seelsorge, Physiotherapie und Beratung ein volles Fortbildungsangebot mit vier Wochenblöcken und 160 Unterrichtsstunden.

"Wir haben viel Wissen bekommen über Patienten, bei denen es nicht mehr um Heilung sondern um Linderung und Lebensqualität geht. Meine Haltung hat sich verändert, und ich lernte auch meine eigenen Grenzen anzuerkennen", so eine Kursteilnehmerin. In der letzten Woche bekamen nun alle 17 Kursteilnehmer ihr Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Mit dem erweiterten Wissen, der Haltung und den Fertigkeiten sind die Absolventen nun qualifiziert, palliativ-pflegerisch zu arbeiten, bei allem Wissen darum, dass der größte Lehrer doch der sterbende Mensch selber ist.