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Andreas Gerdes

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Sonja Pawliczek

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Marlies Osterkamp

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Borken, 26. März 2018  

Gemeinsam im Netzwerk für Sterbende unterwegs

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In inter-disziplinären und inter-institutionellen Teams arbeiteten die Teilnehmenden
an einem Fallbeispiel der Versorgung einer sterbenden Patientin.

Zu einem multiprofessionellen Palliativ-Workshop hatte die Caritas Pflege & Gesundheit in das - Kapitelshaus nach Borken eingeladen. Ein wesentliches Ziel war es, sowohl die Palliativ-Fachkräfte der sechs Sozialstationen des Caritasverbandes Borken als auch weitere palliative Institutionen in der Region, darunter die Palliativstationen in Stadtlohn und Bocholt, die Hospize in Stadtlohn und Dülmen sowie den Palliativmedizinischen Konsiliardienst im Kreis Borken miteinander zu vernetzen und ins Gespräch zu bringen.

So konnte Andreas Gerdes, leitender Hospizkoordinator und Fachreferent der Caritas Pflege & Gesundheit, rund 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - "mit geballter palliativer Kompetenz" - darunter fünf Ärzte und vier Hospizkoordinatoren zu der Halbtagesveranstaltung begrüßen. "Unser Anliegen bei dieser Fachtagung ist es, die palliativen Fachkräfte aus stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten in der Region in einen fachlichen Austausch zu bringen, um die Begleitung sterbender Patienten weiter zu verbessern." Dabei solle deutlich werden, dass es für optimale Pflege- und Begleitungsstrukturen koordinierende Ansprechpersonen braucht, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, erläutert Gerdes.

Anhand eines komplexen Fallbeispiels erarbeiteten die Palliativ-Fachkräfte in inter-disziplinären und inter-institutionellen Teams ein Schmerz- und Versorgungskonzept und stellten die Ergebnisse dem Plenum vor. Eine Erkenntnis aus der Zusammenarbeit brachte ein Teilnehmer auf den Punkt: "Jeder Patient mit seiner Geschichte ist komplex und einzigartig. Aber häufig wissen wir das gar nicht, weil uns Informationen fehlen." Aber auch das sei das Recht eines jeden Patienten und seiner Angehörigen, nur so viel von sich und seiner sozialen Situation preis zu geben, wie derjenige das jeweils will.

Vom biblischen Wort "Was willst du, dass ich dir tue?" leitete Andreas Gerdes eine grundlegende "palliative Haltung" ab. Der Patient solle und müsse entscheiden, was am Ende seine Lebens noch passieren soll - und was nicht. Als Fazit des Workshops gab er den Teilnehmenden mit auf den Weg: "Wir müssen den Mut entwickeln, über Disziplinen und Institutionen hinweg, miteinander in einen Dialog einzutreten, um die 'Symphonie am Lebensende' des Patienten zum Klingen zu bringen."

Drei Fragen an Andreas Gerdes

 

18_03_26_Andreas Gerdes

Was versteht man eigentlich unter Palliative Care?

Es geht um die Fürsorge und Angebote für unheilbar erkrankte und sterbende Menschen und deren Angehörige. Ziel allen Tuns ist es, die Lebensqualität zu verbessern und dabei vor allem Schmerzen und andere belastende Symptome zu reduzieren.

Wie sieht die Versorgungssituation in der Region aus?

Hier im Westmünsterland sind wir in der Versorgung sehr gut aufgestellt. Es gibt flächendeckend Palliativpflegedienste mit speziell ausgebildeten Fachkräften sowie ein gutes Netzwerk an in Palliative Care geschulten Medizinern (PKD = "Palliativmedizinischer Konsiliardienst"), die die Hausärzte unterstützen. Ergänzt werden die professionellen Dienste durch mehr als 300 ehrenamtliche Hospizhelfer und Trauerbegleiter. Sollte zuhause keine Versorgung möglich sein, arbeiten wir sehr gut mit den Palliativstationen der Krankenhäuser und den stationären Hospizen zusammen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich mich informieren will?

Häufig ist der erste Ansprechpartner der Hausarzt. Auch die Caritas Pflege & Gesundheit mit ihren Diensten bieten Information und Palliativberatung an.

Die Organisatoren des Workshops (von links): Stefan Kneermann (Bereichsleiter Pflege), Sonja Pawliczek und Andreas Gerdes